Ist unser Zuhause überhaupt geeignet für ein Fotoshooting?
Viele Familien denken zuerst:
Bei uns ist es zu unordentlich. Zu klein. Zu chaotisch.
Aber genau darum geht es bei meiner Fotografie gar nicht.
Ich komme nicht, um ein perfekt aufgeräumtes Zuhause zu fotografieren. Ich komme, um euer echtes Familienleben festzuhalten. Und das spielt sich nun mal zwischen Legosteinen auf dem Boden, halb gefalteter Wäsche und ungemachten Betten ab.
Ihr müsst also wirklich keine große Putzaktion starten bevor ich komme. Ein bisschen Alltag gehört zu euren Erinnerungen dazu.
Ist unsere Wohnung nicht zu dunkel oder zu klein?
Viele denken, man bräuchte große Fenster und helle Räume für schöne Fotos.
Aber Familienleben passiert nicht nur im perfekten Licht. Manchmal ist es das kleine Licht beim abendlichen Vorlesen oder die Küchenlampe beim gemeinsamen Kochen.
Solange es irgendwo Licht gibt, kann ich fotografieren. Und oft entstehen gerade bei wenig Licht besonders gemütliche, intime Bilder.
Was sollen wir anziehen?
Das Wichtigste zuerst: Ihr sollt euch wohlfühlen.
Greift am besten zu Kleidung, die ihr auch im Alltag gerne tragt. Ihr müsst nichts Neues kaufen und euch auch nicht besonders herausputzen.
Bitte kein Partnerlook. Alle im gleichen Outfit wirkt schnell gestellt und hat wenig mit eurem echten Familienleben zu tun.
Wenn eure Kinder absolute Lieblingsstücke haben, dann dürfen sie die sehr gerne tragen. Das Dino-Shirt, die Glitzerleggings oder die bunten Gummistiefel erzählen später eine Geschichte über diese Zeit.
Und genau darum geht es ja.
Was ist, wenn meine Kinder keine Lust haben fotografiert zu werden?
 
Kinder müssen bei mir nichts leisten.
Sie dürfen spielen, herumrennen, essen, stillen, kuscheln, quengeln oder auch einfach mal schlechte Laune haben. Genau daraus entstehen oft die ehrlichsten Bilder.
Kinder können die Kamera meistens viel schneller ausblenden als Erwachsene. Sie bleiben einfach in ihrer Welt und verhalten sich ganz natürlich.
Und wenn ich merke, dass einem Kind etwas gerade zu viel wird, respektiere ich das natürlich. Dann fotografieren wir einfach eine andere Situation oder geben dem Moment Zeit.
Ich bringe keine Posen mit und erwarte keine perfekten Momente. Wir verbringen einfach Zeit miteinander und ich halte fest, was dabei passiert.
Mein Partner fühlt sich unwohl vor der Kamera
Viele Menschen finden es unangenehm oder anstrengend, vor der Kamera zu „performen“ oder in gestellten Situationen zu posieren. Genau das fällt bei einer Familienreportage aber komplett weg.
Ich begleite euch eher wie eine stille Beobachterin. Ihr konzentriert euch auf euch und eure Kinder und vergesst die Kamera meistens ziemlich schnell.
Außerdem komme ich erst einmal ganz in Ruhe an. Gerne können wir zusammen einen Kaffee trinken, uns kennenlernen und die Kinder können sich an mich gewöhnen, bevor ich überhaupt die Kamera auspacke.
Viele Väter sagen mir hinterher, dass es sich eher wie ein ganz normaler Familiennachmittag angefühlt hat, weil sie ja weiter ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen können ohne in die Kamera lächeln zu müssen.
Ist so eine Familienreportage nicht sehr teuer?
Mir ist bewusst, dass meine Shootings eine Investition sind und nicht jede Familie sich das spontan leisten kann.
Die Bilder werden aber mit den Jahren immer wertvoller. Wenn eure Kinder größer sind, könnt ihr gemeinsam durch ein Album blättern und euch wieder in diese Zeit zurückversetzen.
Natürlich macht heute jeder Fotos mit dem Smartphone. Aber bei einer Reportage seid auch ihr mit auf den Bildern und eure Beziehung zueinander wird sichtbar.
Und genau diese Erinnerungen fehlen später oft.